Reglement NASCAR

NASCAR Monte Carlo/Dupont (Jeff Gordon): Beispiel für ein NASCAR, wie es einem Vorbild entsprechend gestaltet sein sollte. Für ein größeres Bild Klicken.

NASCAR Monte Carlo/Dupont (Jeff Gordon): Beispiel für ein NASCAR, wie es einem Vorbild entsprechend gestaltet sein sollte. Klicken für ein größeres Bild.


1. Karosserien

  1. Es sind ausschließlich US-NASCAR-Tourenwagen mit einem Radstand von 4,5“ zulässig. Die Karosserien müssen aus Lexan sein, der Hersteller ist freigestellt. Sogenannte „High-Downforce“-Karosserien sind nicht zulässig.
  2. Die Farbgestaltung bzw. Lackierung der Karosserien ist freigestellt, die Karosserien müssen aber mit Sponsorenaufklebern, die einem originalen Vorbild entsprechen, versehen sein. Ein vollständiger Decal-Bogen, z.B. von JK (siehe Bild unten) muss komplett verklebt werden!).
  3. Die Fahrzeugscheiben müssen durchsichtig bleiben. Auf der Fahrerseite muss ein Netz (Aufklebernetz auf der Scheibe) vorhanden sein.
  4. Alle Fahrzeuge müssen mit einem maßstabsgetreuen, dreidimensionalen Fahrereinsatz ausgestattet sein, der mindestens aus Kopf, Schultern und Armen, Lenkrad sowie einem Überrollbügel besteht. Der Einsatz muss mindestens dreifarbig gestaltet sein.
  5. Kein Teil des Chassis oder des Motors darf von oben betrachtet (auch durch die Fensterscheiben) sichtbar sein.
  6. Die Karosserie darf während eines Rennens nicht gewechselt werden.
  7. Die Stoßstangen müssen mindestens 5 mm hoch (=Dicke der Stoßstange) sein.
  8. Die Ausschnitte für die Räder in den Kotflügeln müssen entsprechend dem Raddurchmesser angemessen sein (keine übergroßen Ausschnitte).

2. Abmessungen/Gewicht

Es gelten folgende Angaben:

Radstand Limit Maße
Radstand Minimal 110 mm
Maximal 117 mm
Fahrzeuggesamtbreite Maximal 83 mm 1)
Vorderraddurchmesser Minimal 19 mm
Vorderradbreite Minimal 9 mm 2)
Hinterraddurchmesser Minimal 19 mm
Hinterradbreite Maximal 20 mm
Bodenfreiheit Minimal 0,5 mm
Karosseriehöhe Minimal 45 mm
Leitkiellänge Minimal 25 mm
Gewicht Minimal 140 gr.
Maximal 155 gr.

1) Die Karosseriebefestigung (Klammer, Nadeln) darf geringfügig über die Gesamtbreite hinausragen.
2) Die Vorderräder müssen während der Fahrt auf der Fahrbahnoberfläche aufliegen und sich mitdrehen, sie dürfen auch einzeln drehbar sein.

3. Motor und Getriebe

  1. Zugelassen sind nur die folgenden Motortypen:
    > Parma Deathstar 16D Motor, Bestellnr. #501. Da dieser Motor inzwischen nicht mehr hergestellt wird, ist ab dem Jahr 2019 auch der 16D-Motor (nicht S16D!) von Proslot, nämlich der > Proslot PS-2000 zulässig; wahlweise kann hier auch der Proslot PS-2102 eingebaut werden, dieser ist baugleich, aber „blueprinted“, er ist also bereits mit einem Teil der Maßnahmen versehen, die ohnehin zulässig sind.
  2. Erlaubt sind nur die in den Motoren befindlichen Originalanker sowie die Nachrüstanker für PARMA-Motoren mit der Bestellnr. #501A (=werkseitig original eingebaut) und #501T(= high timed und Kollektor werkseitig abgedreht). Für den PROSLOT-Motor ist ebenfalls nur der Original-Anker zulässig, dieser ist mit der Bestellnr. Proslot PS-2006 auch einzeln nachzukaufen. Für den Proslot-Motor gibt es keinen „high-timed“-Anker, jedoch kann man den Kopf entsprechend in Richtung Frühzündung verdrehen; dies ist zulässig.  Ein Mischen der Motorteile – also zwischen Parma und Proslot – ist unzulässig.
  3. Getriebe: Es sind ausschließlich 9er-Ritzel zugelassen. Das Hinterachszahnrad darf maximal 32 Zähne haben. Die Teilung der Ritzel und Zahnräder beträgt ausschließlich 48 pitch.
  4. Außer folgenden, explizit aufgeführten Änderungen sind jegliche anderen Maßnahmen an den Motoren unzulässig (Zuwiderhandlungen führen zur Disqualifikation!):
    • Eine evtl. vorhandene Versiegelung darf entfernt werden, um den Motor zu Wartungszwecken zu öffnen.
    • Die Motorkohlen können frei gewählt werden.
    • Die Beschläge (Kohleführungsschächte) müssen die originalen sein, sie dürfen zwar ausgerichtet und fixiert, aber nicht ausgetauscht werden.
    • Ausrichtung und Verklebung der Magnete sind erlaubt. Die Magnete dürfen jedoch nicht durch Hinterfütterung oder extrem dicken Kleberauftrag usw. näher an den Anker gesetzt werden, als es werkseitig vorgesehen ist bzw. als es die Serienstreuung vorgibt. Die engste Stelle zwischen den im Gehäuse eingebauten Magneten muss demnach mindestens 14,2 mm (amerikanisch: .560″) aufweisen.
    • Einbau eines Kugellagers auf der Ritzelseite ist erlaubt (Festkleben oder anlöten zulässig)
    • Festkleben des Gleitlagers im Motorkopf ist erlaubt.
    • Der Kollektor darf abgedreht werden, der Anker darf nachgewuchtet werden. Die Ankerwelle darf gekürzt werden.
    • Motorkopf („Endbell“) sowie Gehäuse dürfen nicht bearbeitet, erleichtert usw. werden. Lediglich das Entfernen eines kleinen Stückes Materials vom Motorgehäuse und/oder des Magnets an der Hinterachsseite (um ein Schleifen an der Hinterachse zu vermeiden) sowie das Entfernen der Magnet-Abstandshalter am Motorkopf ist erlaubt.

4. Chassis

  1. Es sind ausschließlich zwei- und dreiteilige, gestanzte 4,5“ Blechchassis aus einer Großserienproduktion (z.B. Parma, JK, Champion, usw.) zugelassen (keine Aluminium-Teile!).
  2. Chassis Set-up und Modifikationen:
    • Es sind nur Gleitlager erlaubt, sie dürfen nicht bearbeitet werden.
    • Es sind nur ungeteilte 1/8“-Achsen zulässig. Sie müssen aus Vollmaterial bestehen, Hohlachsen sind verboten (Bei den Fahrwerken, bei den serienmäßig eine 3/32“ Vorderachse vorgesehen ist (z.B. Flexi 3 vorne), ist ausnahmsweise auch solch eine 3/32“-Achse statt einer 1/8″-Achse zulässig).
    • Das Chassis darf nicht bearbeitet und/oder entgegen seiner ursprünglichen Form verbogen werden. Ausnahme: Damit – aus Gründen der Chancengleichheit – alle Chassis der unterschiedlichen Hersteller ein (maximal) 32-Zähne großes Zahnrad aufnehmen können und dieses dabei nicht unter dem Chassis herauslugt, dürfen die Aufnahmen der Hinterachslager soweit nach oben aufgeweitet werden, so dass die Achslager entsprechend höher eingelötet werden können.
    • Pin-Tubes sind erlaubt. Sie dürfen nur an den Bohrungen für die Karosserieklammern montiert werden.
    • Trimmgewichte dürfen nur auf die Oberseite des Chassis geklebt werden.
  3. Auflistung der Teile, die gelötet bzw. angelötet werden dürfen:
    • Die Achslager dürfen an den vorgesehenen Durchführungen am Chassis angelötet werden.
    • Ritzelseitiges Motorlager.
    • Pin Tubes
    • Motorkabel, Motorkabelclips (die am Leitkiel), Halterung für Motorkabel auf dem Chassis.

Ausschreibung und Reglement zum Westend-Cup / Reglement Flexi S16D  /  Reglement 132er  /  Reglement NASCAR

Kommentare sind geschlossen.