Reglement 132er

1. Karosserien

  1. Es sind sämtliche Karosserien im Maßstab 1:32 zugelassen, außer Wing-Car- bzw. Flügel-Karosserien. Die Karosserien dürfen nicht modifiziert werden, Versteifungen/Verstärkungen an den Seiten (innen) sind erlaubt.
  2. Die Montage ist mittels Karosserieklammern oder Nadeln („Pin-Tubes“, an der Originalbohrung für die Klammern) durchzuführen. Die Karosseriebefestigungen dürfen minimal über der Maximalbreite des Fahrzeugs liegen. Das bedeutet: Fahrzeug-Maximalbreite = 72,0 mm sowie zusätzlich maximal 1,5 mm für die Karosseriebefestigungen.
  3. Die Karosserie muss – mit Ausnahme der Hinterräder! – alle Teile des Fahrzeugs abdecken. Ansonsten darf kein Teil des Chassis oder Motors oder Leitkiels von oben betrachtet (auch durch die Fensterscheiben) sichtbar sein.
  4. Alle Karosserien müssen deckend lackiert sein, Fahrzeugscheiben müssen durchsichtig bleiben. Die Karosserien müssen mit mindestens zwei Stück gut sichtbaren Startnummern versehen sein.
  5. Die Vorder- und Hinterräder müssen von der Seite vollständig sichtbar sein. Aufgeklebte, zweidimensionale Vorderräder müssen an der entsprechenden Position angebracht werden, falls keine dreidimensionalen Vorderräder eingebaut wurden. Beide Varianten sind zulässig.
  6. Alle Fahrzeuge – egal ob offen oder geschlossen – müssen mit einem maßstabsgetreuen Fahrereinsatz ausgestattet sein, dessen Kopf, Schultern, Arme und Lenkrad dreidimensional sein müssen. Der Einsatz muß mindestens dreifarbig gestaltet sein.
  7. Die Karosserie darf während eines Rennens repariert, aber nicht gewechselt werden.

2. Abmessungen

  1. Die Fahrzeugbreite beträgt maximal 72 mm. Nur die Karosseriebefestigung (Nadel, Klammer) darf die Fahrzeug-aximalbreite um höchstens 1,5 mm überschreiten.
  2. Die Bodenfreiheit darf zu keiner Zeit 0,5 mm (unter dem gesamten Fahrzeug) unterschreiten, ansonsten wird ein Rundenabzug von 5% von dem besten Gesamtergebnis (Rundenanzahl des besten Fahrers) vorgenommen.
  3. Die maximale Höhe der Karosserie beträgt 37 mm über der Fahrbahnoberfläche, gemessen am höchsten Punkt der Karosserie.  Zur einheitlichen Messung ist die Oberseite eines handelsüblichen Testbrettchens maßgeblich.
  4. Der minimale Durchmesser der Hinterachse beträgt mindestens 3/32“ (2,38 mm)
  5. Der Mindestdurchmesser der Vorderräder beträgt 12,5 mm, auch für zweidimensionale, grafische Nachbildungen.
  6. Der Abstand von der Mitte der Hinterachse zur Mitte des Leitkieldrehpunktes muss zwischen 92,0 und 105,0 mm liegen.
  7. Der Radstand muss zwischen 75,0 und 90,0 mm liegen
  8. Die Länge des Chassis – gemessen ohne Leitkiel! – darf 115,0 mm nicht überschreiten.
  9. Die Gesamtlänge über alles beträgt maximal 160,0 mm.

3. Motoren/Getriebe

  1. Zähneanzahl sowie Teilung von Ritzel und Zahnrad sind freigestellt.
  2. Zugelassen sind nur folgende Motortypen (13D-Größe, keine C- oder D-can!):
    1. JK Hawk-Motoren in verschiedenen Konfigurationen: Z.B.:  Hawk #JK3030 oder Hawk6 #30306, jeweils mit den Serien-Ankern oder mit US-Austausch-Anker von Proslot: #PS-4010 (BD = Big dog, 25 ° timing). Die für den längeren US-Anker vorgesehenen Endbells (Motorköpfe) sind entsprechend zugelassen.
    2. Ebenfalls erlaubt:
      Hawk Setup #JK30301
      oder Hawk6 Setup #JK303061 (mit Neo Mags) sowie die Kombinationen Hawk-Gehäuse mit Standard-Keramik-Magneten und Hawk6-Motorkopf bzw. Hawk6-Gehäuse mit den Standard-Neodym-Magneten und Hawk-Motorkopf.
    3. Zusätzlich ab 2019 erlaubt:
      > JK Hawk7
      Motoren: #JK30307, #JK30307-B (zusätzlich versiegelt)                                                                                                                                                                                      > JK Hawk Retro Motoren: #JKHR, #JKHR-SS (short shaft), #JKHR-SS_B                                                                                                                                                                                  > TSR Falcon7 Motor: #TRM 02
  3.  Die Motoren unter III. sind original im Werkszustand zu belassen (nur die Ankerwelle darf hier gekürzt werden, außerdem ist eine kleine Kerbe am Motorgehäuse im Bereich der Hinterachse zulässig) und dürfen nicht geöffnet werden! An den Motoren zu I. und zu II. sind explizit nur die nachfolgend aufgeführten Änderungen zulässig.(Zuwiderhandlungen führen zur Disqualifikation!)
  • Freie Kohlenwahl, Anbringen von Shuntkabel erlaubt. Die Kohlefedern sowie dazu passende Hütchen („spring posts“) sind freigestellt.
  • Die Beschläge (Kohleführungsschächte) müssen die originalen sein, sie dürfen zwar ausgerichtet und fixiert, aber nicht ausgetauscht werden.
  • Ausrichtung und Verklebung der Magnete sind erlaubt. Die Magnete dürfen jedoch nicht durch Hinterfütterung oder extrem dicken Kleberauftrag usw. näher an den Anker gesetzt werden, als es werkseitig vorgesehen ist bzw. als es die Serienstreuung vorgibt. Die engste Stelle zwischen den im Gehäuse eingebauten Magneten muss demnach mindestens 13,4 mm aufweisen.
  • Einbau von Kugellagern ist auf beiden Motorseiten erlaubt (Festkleben oder anlöten zulässig)
  • Der Kollektor darf abgedreht werden, der Anker darf nachgewuchtet werden, die Welle darf gekürzt werden, die Wicklungen dürfen mit durchsichtigem, harzhaltigen Material vergossen werden.
  • Motorkopf („Endbell“) sowie das Gehäuse dürfen nicht bearbeitet, erleichtert usw. werden. Ausnahmen: Die Abstandshalter im Motorkopf (für die Magneten) dürfen entfernt werden.
  • Am Motorgehäuse sowie am Magneten (auf der zur Hinterachse zeigenden Seite) darf jeweils ein kleines Stück Material entfernt werden, um ein Schleifen der Hinterachse am Motorgehäuse bzw. am Magneten zu vermeiden.

4. Chassis

  1. Die Konstruktion des Chassis ist unter Beachtung der im Abschnitt 2 genannten Abmessungen freigestellt.
  2. Die Befestigung des Motors im Chassis ist freigestellt.
  3. Das Chassis darf mit Röhrchen („Pin-Tubes“) versehen werden, um die Karosserie mit Stecknadeln befestigen zu können. Es können vier einzelne Röhrchen freistehend in der Bohrung für die Originalbefestigung befestigt werden oder auch zwei durchgehende Röhrchen (eines vorn und eines hinten) frei schwingend in den Bohrungen der Originalbefestigung aufgehängt werden (sogenannte „Floating Pin-tubes“). Das Röhrchenmaterial ist freigestellt.
  4. Es sind nur Gleitlager mit 3/32“ oder 1/8“ Innendurchmesser erlaubt.
  5.  Die Vorderräder müssen drehbar gelagert sein und müssen in einem Winkel von 90° (+ -10°) zur Fahrbahn stehen und von der Seite sichtbar sein. Alternativ kann man eine grafische (gedruckte) Nachbildung eines Rades an die entsprechende Stelle der Karosserie kleben (erhältlich z.B. von JK)
  6. Reifen aus Silikon sind nicht erlaubt. Es sind keine Hafthilfen wie z.B. Magnete zugelassen.
  7. Das Chassis darf während eines Rennens nicht gewechselt werden.

 

Kommentare sind geschlossen.